Willkommen an Bord

Führung in professionellen Organisationen ist wie ein Schiff durch hohe See zu steuern. Es gibt klare Regeln und Verantwortlichkeiten sowie einen abgesteckten Kurs. Doch immer wieder laufen Vorhaben und Projekte aus dem Ruder, Unvorhergesehenes und "Ungeplantes" gefährdet Termin und Ladung. Manchmal kommt dann der Lotse an Bord: ein qualifizierter und spezialisierter Berater des Kapitäns während der Fahrt zu einem unbekannten Hafen oder in tückischen Gewässern. Kapitän und Lotse bilden so für einige Zeit ein Team.

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Montag, 21. Juli 2014

raus aus dem Maschinenraum- Zeit für Führung!

Fragen Sie mal Führungskräfte, wie zufrieden Sie mit Ihrer zeitlichen Belastung sind. Sie werden eines mit Sicherheit hören: Ich habe viel zu wenig Zeit für Führung!

Nun ist diese Antwort nicht neu und die Erfahrung zeigt, dass es vielfältige Gründe gibt, warum "zu wenig Zeit" ist. Klar ist: einige Gründe dafür haben Sie nicht in der Hand, da wird Ihnen oft die Zeit gestohlen. Allerdings sind Führungskräfte und Projekleiter niemals vollständig fremd bestimmt. In diesem persönlichen Einflussbereich passiert oft ein typischer Fehler: Führungskräfte verbringen zu viel Zeit im Maschinenraum, statt auf der Brücke für klaren Kurs zu sorgen.

Sieben Faustregeln helfen dabei, dass Sie sich nicht "verbuddeln":

  1. Bleiben Sie auf der Brücke! Vermeiden Sie, sich als oberster Sachbearbeiter zu gerieren, wenn Sie Ziele vereinbaren und überwachen. Den Weg zum Ziel können Sie ruhig ihren Fachleuten überlassen.
  2. Sorgen Sie für kollegiale Hilfe, indem Sie Transparenz zwischen den einzelnen Aufgabengebieten schaffen, statt jede Frage immer selbst zu beantworten. Jeder muss wissen was er zu tun hat, sollte aber auch Einblick in andere Bereiche erhalten, damit untereinander kollegiale Hilfe möglich ist.
  3. Stellen Sie sicher, dass Ihre Mitarbeiter die Aufgabe klar verstehen; hören Sie deshalb immer aktiv zu und betreiben 3 Wege Kommunikation (Senden - aktiv zuhören - Feedback geben).
  4. Stecken Sie klare Kompetenzrahmen vorausschauend ab.
    - Was dürfen die Mitarbeiter selbst entscheiden?
    - Welche Zusagen dürfen sie Dritten geben?
    - Mit wem dürfen sie selbständig verhandeln?
  5. Sorgen Sie für das Vorhandensein aller Mittel, die für die Durchführung der Aufgabe nötig sind. Dies umfasst auch „Ihre Machtmittel“, d.h. dass Sie in schwierigen Situationen „mit der Macht des Amtes“ helfend zur Seite stehen.
  6. Je größer und komplizierter das Thema ist, desto größer ist auch die Gefahr von Missverständnissen. Klare Delegation wird deshalb durch die Schriftform unterstützt, denn gesagt ist noch nicht verstanden.
  7. Korrigieren Sie die entdeckten Fehler nicht selbst!
    Sie dürfen Fehler und Mängel feststellen, dass „Ausbügeln“ obliegt jedoch Ihren Mitarbeitern. 


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